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Carsharing – Was steckt dahinter?

  • von
carsharing vergleich

Carsharing wird in den letzten Jahren immer beliebter, vor allem in großen Städten, wo die Parkplätze begrenzt und teuer sind. Doch viele haben noch Fragen, wie genau das Carsharing funktioniert. In unserem Beitrag erklären wir Ihnen alles, was Sie zu diesem neuen Trend wissen müssen und wie genau Sie eine Fahrt buchen können.

Beim Carsharing (zu deutsch „Autoteilen“) wird ein oder mehrere Autos mit anderen Nutzern geteilt. Das Auto gehört einem dabei nicht selber, sondern in der Regel dem Carsharing Anbieter. Die Nutzungsrechte und -pflichten werden bei der Anmeldung mithilfe eines Rahmenvertrages geklärt. Sobald Sie sich angemeldet haben und verifiziert wurden, können Sie alle Fahrzeuge des Anbieters rund um die Uhr nutzen. Dafür buchen Sie einfach eine Fahrt und schon können Sie loslegen.

Bekannte Carsharing Anbieter im Vergleich

ShareNow Carsharing

sharenow
9.5
Beste Tarife
ShareNow 5 out of 5 stars (9.5 / 10)
Übersicht
  • Ab 0,19€ / min
  • keine Grundgebühr
  • inkl. Versicherung, Kfz-Steuer & Benzinkosten
  • 24 h verfügbar
  • Vorreservierung
  • Minutenabrechnung
  • keine Mietwagenstation

    Tarife bei Sharenow

    • Minutentarif ab 0,19€ / min inkl. 200 Freikilometer
    • Stundentarif ab 13,99€ / 2 Stunden + 0,19€ / km, unbegrenzt Kilometer
    • Tagestarif ab 24,99€ / Tag + 0,19€ / km, unbegrenzt Kilometer

    Sharnow Autos

    • Fiat 500 ab 0,19€ / min
    • Smart ab 0,19€ / min
    • Mini ab 0,28€ / min
    • BMW 1er ab 0,31€ / min

    Vorteile von Sharenow

    • Riesiger Pool an Fahrzeugen in ganz Deutschland
    • Keine Kosten fürs Parken, Tanken oder Versicherung
    • Es gibt keine Grundgebühr
    • Flexibles System ohne Mietwagenstationen, einfach einsteigen & losfahren
    • Rund um die Uhr möglich
    • Autos können überall wieder abgestellt werden
    • Kostenlose Vorreservierung möglich
    • 7400 Fahrzeuge in Deutschland
    • Ab 0,19€ / min inkl. aller Kosten

    SIXT Share Carsharing

    sixt share
    9
    SIXT Share 4.5 out of 5 stars (9 / 10)
    Übersicht
    •  Ab 0,09€ / min
    • 200 Freikilometer
    • bis 27 Tage & Standortunabhängig
    • inkl. Wartung & Parkgebühren
    • inkl. Vollkasko & Diebstahlschutz

      Tarife bei SIXT Share

      • Minutentarif ab 0,19€ / min inkl. 200 Freikilometer
      • Stundentarif ab 13,99€ / 2 Stunden + 0,19€ / km, unbegrenzt Kilometer
      • Tagestarif ab 24,99€ / Tag + 0,19€ / km, unbegrenzt Kilometer

      SIXT Share Autos

      • Stadtflitzer (Smart, BMW I3 usw.)
      • Kompaktklasse (VW Golf, Audi A3, 1er BMW usw.)
      • Limousinen (3er BMW, Audi A4 usw.)
      • Cabrios (Audi A3, MINI usw.)

      Vorteile bei SIXT Share

      • Zugriff auf komplette Fahrzeugwahl von SIXT
      • Deutschlandweite Abdeckung
      • Autos können einfach an der Straßenecke in STADT oder an einer SIXT Station abgestellt werden
      • Immer Fahrzeuge in der Nähe
      • Flexibles System: Von 1 min bis 27 Tage buchbar
      • Premium Fahrzeuge möglich
      • Keine Kosten für Benzin / Strom, Vollkasko- und Diebstahlschutz, Wartung und Parkgebühren
      • 200 Freikilometer
      • Ab 0,09 € / min

      SIXT Share Standorte

      • Berlin Schoenefeld
      • Berlin Brandenburg
      • München Flughafen
      • Hamburg Flughafen
      • Gräfelfing
      • Neubiberg
      • Unterhaching
      • Bochum
      • Dresden
      • Duisburg
      • Leipzig
      • Nürnberg
      • Amsterdam Flughafen
      • Rotterdam / Den Haag Flughafen

      Flinkster – DB Carsharing

      flinkster
      8
      Flinkster 4 out of 5 stars (8 / 10)
      Übersicht
      • Ab 1,50€ / h
      • große Fahrzeugauswahl
      • inkl. Tanken & Reparaturen
      • inkl. Versicherung
      • sehr günstig & Deutschlandweit
      • 9€ Anmeldegebühr
      • Stationsgebunden

      Tarife bei Flinkster

      • Stundenpreis Tag (2-22 Uhr) ab 3€
      • Stundenpreis Nacht (22-6 Uhr) ab 1,50€
      • Tagespreis (1 Tag) ab 33€
      • Tagespreis (2 Tage) ab 29€
      • Einmalige Registrierungskosten
      • Anmeldegebühr ohne BahnCard 9 €
      • Mit BahnCard keine Anmeldegebühr

      Flinkster Fahrzeugklassen

      • Mini ab 1,50 € / h
      • Klein ab 1,50 € / h
      • Kompakt ab 1,90 € / h
      • Mittel ab 1,90 €/ h
      • Transporter ab 1,90 € / h

      Eine Fahrt wird dabei in der Regel in einer App gebucht, es gibt aber auch Anbietern, bei denen man über die Internetseite oder eine Telefonzentrale bucht. Um das Fahrzeug nach der Buchung zu öffnen, benötigt man entweder eine spezielle Chipkarte oder das Handy. Diese senden dann ein Signal an das Auto und den darin befindlichen Schlüssel, der das Fahrzeug aufschließt und den Start ermöglicht. In selten Fällen findet man den Autoschlüssel auch in einem sog. Schlüsseltresor neben dem oder sogar am Fahrzeug.

      Einer der größten Vorteile beim Carsharing ist das Sie nur die tatsächliche Nutzung des Fahrzeuges bezahlen. Dabei sind alle Kosten, die mit einem Fahrzeug einhergehen, in den Preis einkalkuliert, auch der Treibstoff oder Strom. Vor allem in Zeiten von astronomischen Spritpreisen ist das ein großer Vorteil, da man nicht für einen vollen Tank bezahlen muss.

      Natürlich erhalten Sie nach der Fahrt auch eine Rechnung per E-Mail, in der die Kosten in den meisten Fällen aufgeschlüsselt angegeben werden. Die Bezahlung selbst funktioniert meist durch eine Abbuchung vom angegebenen Konto, nur in den seltensten Fällen muss man den Betrag selber überweisen. Pflichten wie TÜV, Wartung, Reifenwechsel, Versicherung, Autopflege und etwaige Reparaturen werden dabei vom Anbieter selber übernommen. So muss man sich darum keine Gedanken mehr machen.

      Ein weiterer Vorteil von Carsharing ist das die meisten Anbietern den Kunden die Möglichkeit bieten, aus verschiedenen Fahrzeuggrößen zu wählen. So stehen den Kunden oft eine Auswahl aus Kleinwagen, Limousine, Kombi, Transporter und mehr zur Verfügung. Die Fahrzeuge selber werden oft in der Innenstadt oder in der Nähe von großen Arbeitgebern stationiert, um so für eine breite Masse an potenziellen Kunden bereitzustehen. Zu Beginn 2022 gab es in Deutschland mehr als 1.000 unterschiedliche Carsharing Stationen.

      Carsharing erweist sich für viele Haushalte als günstige Alternative zum eigenen Auto, oftmals ist es sogar um einiges günstiger. Eine gute Faustregel ist die 10.000 Kilometerregel. Sollten Sie im Jahr weniger als 10.000 Kilometer mit dem Auto fahren dann sparen Sie in der Regel mit Carsharing viel Geld. Wenn Sie mehr als 10.000 Kilometer mit dem Auto zurücklegen dann kann sich Carsharing immer noch lohnen, hierbei kommt es aber auf Faktoren wie Wohnort, Fahrzeug und Kosten an.

      Welche Varianten gibt es beim Carsharing?

      Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Varianten des Carsharings die sich in den letzten Jahren etabliert haben. So gibt es stationsbasiertes Carsharing, hier hat das Fahrzeug einen festen Parkplatz. Der Kunde holt das Fahrzeug von diesem ab und bringt es nach der Fahrt wieder zurück zum Parkplatz. Oftmals kann man das Fahrzeug dabei für mehrere Wochen im Voraus reservieren.

      Diese Variante lohnt sich vor allem für Kunden die auf das eigene Auto verzichten wollen aber sich trotzdem verlässlichen Zugang zu einem Fahrzeug in der Nähe wünschen. Aber auch für Besorgungen wie dem Wocheneinkauf eignet sich diese Variante, da man von Punkt A zu B und dann wieder zu A möchte. Stationsbasiertes Carsharing ist dabei in der Regel auch die günstigere Variante. Ein Kleinwagen für eine Stunde zu buchen kostet in der Regel zwischen 5 Euro und 10 Euro, das Benzin ist dabei schon im Preis enthalten.

      Doch was, wenn man nur von A nach B möchte? Für diese Art von Fahrten bietet sich die zweite Art des Carsharings an, das sog. Free-Floating. Hierbei sind die Fahrzeuge meist über die Stadt verteilt geparkt. Sie buchen dann ganz einfach eine Fahrt über das eigene Smartphone und stellen das Fahrzeug später auf einem freiwählbaren Parkplatz wieder ab. Leider kann man diese Variante meisten nur in den großen Städten finden, kleinere Gemeinden oder Städte müssen, wenn überhaupt, mit dem stationsbasierten System vorliebnehmen.

      Auch kann man eine Fahrt nicht im Voraus buchen, man muss sich also darauf verlassen das ein Fahrzeug in der Nähe geparkt ist, wenn man losfahren möchte. Dafür kann man aber mit dem Free-Floating Konzept auch spontane Fahrten unternehmen, da man nicht an bestimmte Zeit oder Ortsvorgaben gebunden ist. Außerdem kann man ganz ohne Problem sog. One Way Fahrten unternehmen, da man den Parkplatz freiwählen kann. Dafür muss man aber auch deutlich höhere Preise in Kauf nehmen, so kann eine Stunde im Kleinwagen zwischen 17 Euro und 25 Euro kosten.

      Eine „neue Variante“ die sich vor allem in den letzten paar Jahren entwickelt hat ist ein hybrides Angebot. Dabei bietet der gleiche Anbieter sowohl Free-Floating als auch stationsbasiertes Carsharing an. Das hat in erster Linie den Vorteil das Sie beide Angebote ohne große Probleme nutzen können und dafür nicht mal die App oder Webseite wechseln müssen. So hat man die Planungssicherheit des stationsbasierten Modells kann aber auch die Spontanität des Free-Floatings genießen. Einer der größten Vorteile ist das die Free-Floating Fahrzeuge in der Regel günstiger sind als bei der Konkurrenz. Aktuell gibt es solche hybriden Angebote in Hannover (stadtmobil), Osnabrück (stadtteilauto), Frankfurt am Main (book-n-drive), Mannheim und Heidelberg (beide stadtmobil), Kiel (Stattauto) sowie Bremen (cambio).

      Welche anderen Formen des Carsharings gibt es?

      Neben dem klassisch gewerblichen Carsharing, wie die oben beschriebenen Varianten, gibt es natürlich auch noch andere Formen der geteilten Autonutzung. Besonders beliebt ist dabei das sogenannte peer-to-peer Carsharing. Dabei stellt eine Privatperson das eigene Auto oder Fahrzeug zumindest teilweise dem Carsharing zur Verfügung. Meistens registriert man hierfür das eigene Fahrzeug auf einer Internetseite, gibt relevanten Daten an und legt einen Preis und Zeitraum für die Nutzung fest. Aber auch das Teilen in der Nachbarschaft ist möglich.

      Da aber für jeden Verleih des Autos ein neuer Vertrag geschlossen wird, kommt diese Art des Carsharings der regulären Autovermietung näher als dem oben beschriebenen Carsharing. Auch kann die Zuverlässigkeit nicht garantiert werden wie beim Carsharing, da es sich um ein Fahrzeug im Privatbesitz handelt. Der Halter kann jederzeit den Zugang zum Auto verweigern und die eigene Zusage zurückziehen. Auch kann das Auto jederzeit von der Webseite genommen werden.

      Es kann außerdem vorkommen das es lange dauert bis man wirklich ein Fahrzeug mieten kann. So hat Stiftung Warentest 2015 einen Test von gewerblichen peer-to-peer Anbietern durchgeführt und brauchte insgesamt bis zu 22 Anläufe um ein Fahrzeug dann endlich zu mieten. Allerdings arbeiten die unterschiedlichen Anbieter schon an Lösungen für diese Probleme, umso ihr Geschäftsmodell zu verbessern und für die Zukunft leistungsfähiger und zuverlässiger zu gestalten.

      Eine weitere „private“ Alternative zum Carsharing ist das sog. Ridesharing. Beim Ridesharing bucht man allerdings nicht ein Fahrzeug, sondern lediglich eine Fahrt, die man in einem privaten PKW bucht. Es handelt sich also um genau zu sein um eine Mitfahrgelegenheit. Allerdings fehlen auch hier die Rahmenbedingungen um den Kunden die Buchbarkeit der Fahrten zuzusichern. Auch hier kann der Anbieter seine Zusage zurückziehen oder dem Kunden die Fahrt verweigern.

      Ein weiterer Nachteil ist auch die Verfügbarkeit von Fahrten. Man muss in der Regel darauf hoffen das eine Fahrt in der Umgebung gepostet wird. Deshalb lässt sich das Ridesharing zum Beispiel für den Weg zur Arbeit nur eingeschränkt nutzen, da man kaum vorhersagen kann ob eine passende Fahrt angeboten wird. Man kann aber nicht verleugnen, dass das Ridesharing verkehrspolitisch gesehen einige Vorteile bietet. So könnte vor allem zur Rushhour die Zahl an Fahrzeugen verringert werden, wenn mehr Pendler auf das Ridesharing setzen würden. Vor allem auf häufig genutzten Strecken und zu hochfrequentierten Zeiten, dabei werden außerdem die Autos effizienter ausgelastet.

      Kann man Carsharing auch mehrere Tage lang nutzen?

      Viele fragen sich auch ob man Carsharing eventuell für den nächsten Familienurlaub nutzen kann, also das Auto für mehrere Tage mieten. Vor allem wenn man bedenkt das man mit der herkömmlichen Autovermietung oft das jeweilige Land nicht verlassen darf. Hier müssen wir leider sagen das die Autovermieter dem Carsharing immer noch voraus sind, da die Preise oft deutlich günstiger sind. Allerdings gibt es mittlerweile auch Anbieter die Pauschalen für mehrere Tage anbieten. Hier lohnt sich das Vergleichen.

      Carsharing und die Umwelt

      Laut einer Studie des Deutschen Carsharing-Verbandes ersetzt jedes Carsharing-Auto durchschnittlich 15 Privatautos und sorgt für eine deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Ein Hauptgrund: Carsharing wird meist nur dann genutzt, wenn ein Auto wirklich gebraucht wird. Auf der anderen Seite werden private Autos meistens aufgrund der Bequemlichkeit für kurze Strecken genutzt. Das macht die Carsharing Fahrzeuge im Vergleich natürlich deutlich effizienter.

      Auch sind die Carsharing Autos meistens moderner und effizienter als normale Privatautos. Elektrofahrzeuge machen zum Beispiel etwa 10 Prozent der genutzten Carsharing Fahrzeuge aus, verglichen mit nur 0,13 Prozent der in Deutschland privat genutzten Elektroautos. Laut Umweltbundesamt (UBA) stößt Carsharing rund 16 % weniger klimaschädliches Kohlendioxid aus als vergleichbare Privatautos. Außerdem sollte man nicht vergessen das weniger Autos auch weniger Feinstaub und Lärm bedeuten, vor allem wenn es sich um Elektrofahrzeuge handelt. Carsharing kann also einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten.

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